Die Phasen der eCommerce Integration: Was und wann

Die Integration der passenden Tools ist für jedes eCommerce Business besonders wichtig. Hier erfahren Sie welche Tools es gibt und worauf es bei der Implementierung ankommt. 

eCommerce ist keine Raketenwissenschaft? Heutzutage ist er vergleichbar mit dem Bau und Start eines eigenen Raumschiffs. Sie müssen verschiedene Komponenten erwerben, bauen und einrichten. Jedes Teil muss dabei ein perfektes Detail des Mechanismus bilden. Bestell- und Warenmanagement, CRM und Marketing, der Einkaufswagen, Versand und viele weitere Bestandteile machen einen Online-Shop aus. Egal ob Sie Ihr eigenes Entwicklerteam beauftragen oder ob Sie auf einen externen Anbieter zurückgreifen - die Integration und Implementierung der neusten Tools und Systeme ist eine große Herausforderung. 

Jede eCommerce Software kann in die folgenden drei Teile/Etappen eingeteilt werden: Konstruktion, Verwaltung und Wachstum.

 

1. Die Bauphase  

Sie beinhaltet alle Integrationen die notwendig sind, damit die Webseite online gehen kann und korrekt funktioniert. 

In dieser Phase sollten Sie an die Tools denken, die für jede eCommerce Webseite wichtig sind. Stellen Sie sich vor, Sie haben keine Waren zu verkaufen, sondern arbeiten lediglich an einer allgemeinen Webseite, deren Performance und dem Aussehen. 

Das Toolkit für die Bauphase sieht wie folgt aus: CMS (Content Management System), CRM (Customer Relation Management), Analyse Tools, Einkaufswagen und Bezahlung, Kommunikation und Kundensupport. 

CMS - Content ist der König im Netz und sollte entsprechend behandelt werden. Die CMS Integration wird Ihnen bei Planung, Management und Distribution Ihrer Inhalte helfen.

CRM - Das CRM hilft Ihnen, Ihre aktuellen und potentiellen Kunden und die Interaktion mit diesen zu verwalten. Es beinhaltet historische Daten über jeden Kunden und Lead, die Ihnen dabei helfen, die zukünftige Interaktion mit dem Kunden zu planen und zu verbessern. 

Einkaufswagen und Bezahlung - Das Erzielen von Gewinn ist das Hauptziel eines jeden Unternehmens. Sie müssen sicherstellen, dass der gesamte Kaufprozess von dem Moment, in dem ein Produkt im Einkaufswagen liegt, über den Checkout bis hin zur Bezahlung, einfach und sicher ist.

Analyse - Bereits Napoleon hat gesagt, dass Krieg zu 90% Information ist. Es gibt keine einfachere Möglichkeit, einen Konkurrenzkampf zu gewinnen, als die Investition in die Analyse und deren Perfektion. 

Kommunikation und Kundenservice - Lassen Sie Ihre Kunden nicht allein! Vom Live Chat über Support Tickets, E-Mail und einen kostenlosen Telefon Support sollten Sie alle möglichen Kanäle nutzen, um Ihren Kunden frühzeitig zu helfen. Aber denken Sie daran: selbst wenn der gesamte Support einfach und problemlos abläuft, kann eine schlechte Servicequalität Ihr Geschäft ruinieren. Sie sollten daher dem Beispiel von Zappos folgen und Ihrem Kunden eine Pizza bestellen. 

 

2. Die Verwaltung 

Nun könnten Sie eine solche Klassifizierung anzweifeln. Benötigt nicht jedes eCommerce Unternehmen eine Versand- und Lagerverwaltung? Und die Antwort ist nein. Bieten Sie zum Beispiel digitale Produkte oder SaaS Dienste an, dann gibt es kein Lager und keinen Versand, aber das Geschäft selbst kann dennoch im eCommerce tätig sein. 

Die Verwaltung beinhaltet alle Tools, die auch für physische Ladenlokale üblich sind. 

Toolkit für die Verwaltungsphase: Buchhaltung, Inventar- und Lagerverwaltung/ERP, Integrationen für den Versand und das Bestellmanagement. 

Buchhaltung - Beginnen Sie gerade erst mit Ihrem eCommerce Business, dann könnten Sie denken, dass Sie selbst 2+2 addieren und manuell fünf Rechnungen im Monat versenden können. Warum also in teure Buchhaltungssoftware investieren. Und Sie haben recht - zumindest bis zu einem Punkt. Mit der Zeit wird Ihr Geschäft wachsen, sodass Sie früher oder später nicht mehr um die Verwendung einer Buchhaltungssoftware herumkommen. Aus diesem Grund ist es besser, diese bereits von Anfang an in Ihre Webseite zu integrieren und sich mit ihr vertraut zu machen.

Inventar- und Lagerverwaltung / ERP - Wenn Ihr Geschäftsmodell sich nicht mit der Abholung im Geschäft befasst oder wenn Sie keine digitalen Waren verkaufen, dann werden Sie eine Software benötigen, die Ihr Inventar verwaltet. Anderenfalls werden Ihre Kunden Produkte bestellen, die sich nicht mehr auf Lager befinden und Ihr Geschäft kann innerhalb von wenigen Tagen bankrott gehen. Denken Sie auch daran, dass ERP weitaus mehr als Inventarverwaltung beinhaltet. Aber an dieser Stelle gehen wir nicht weiter auf das Thema ein.

Versand und Bestellmanagement - Dieser Punkt ist ziemlich offensichtlich. Wenn Sie Produkte verkaufen, dann sind Versand und die Erfüllung Ihrer Bestellungen der wichtigste Bestandteil Ihres Unternehmens. Es ist ganz egal, wie modern Ihre Webseite aussieht oder wie gut die Waren sind, die Sie verkaufen. Wenn Sie nicht in der Lage sind, Ihre Produkte pünktlich zu versenden, werden Ihre Kunden Sie aufgeben und kein zweites Mal bei Ihnen bestellen.

 

3. Das Wachstum  

Haben Sie die beiden ersten Phasen überstanden und funktioniert Ihre Webseite wie eine Schweizer Uhr, dann sollten Sie sich Gedanken darüber machen, mit welchen Tools Sie wachsen und Ihre Verkaufszahlen steigern können. 

In diese Phase geht es um alle Tools, die Ihnen dabei helfen, dass Ihr Geschäft wächst. 

Toolkit für die Wachstumsphase: E-Mail Automatisierung, eBay und Amazon Integration, Tools zur Conversion-Optimierung, künstliche Intelligenz, etc. 

E-Mail Automatisierung - Möchten Sie auf inaktive Kunden zugehen, die Zahl der unvollständigen Bestellungen verringern oder Ihre Kunden um Feedback nach dem Kauf bitten? In diesem Fall ist die Automatisierung von E-Mails das was Sie benötigen. Entsprechende Tools ermöglichen es Ihnen automatisch E-Mails an Ihre Kunden zu versenden, sobald bestimmte Bedingungen erfüllt sind. 

Welche Bedingungen sollten Sie nutzen? Das hängt von Ihrer Vorstellung ab. Sie könnten zum Beispiel Bedingungen für User setzen, die sich gerade für Ihren Blog angemeldet haben, oder für solche die eine Bestellung nicht abgeschlossen haben. Oder Sie könnten die Automatisierung für neue Kunden oder neu registrierte User einrichten. Auch eine Bedingung, für Kunden die bereits mehr als fünf Mal bei Ihnen eingekauft haben, etc. ist möglich. Lediglich der Himmel ist die Grenze. 

Marktplatz Integration - Haben Sie bereits eine Webseite und planen Sie auch auf eBay und Amazon, etc. zu verkaufen, dann ist eine Integration Ihres Inventars in diese Online-Shops ein Muss. In diesem Fall ist es nicht notwendig, alle Produkte manuell einzufügen. Das Inventar wird zwischen Ihrer Webseite und dem Online-Marktplatz synchronisiert. So lassen sich Probleme mit der Verwaltung von mehreren Inventaren vermeiden und Probleme mit falschen Bestandszahlen verhindern.

Tools zur Conversion-Optimierung - Zu lernen, warum Kunden nicht bei Ihnen kaufen oder wie Sie sie dazu bringen können, häufiger bei Ihnen einzukaufen, ist ein wichtiger Bestandteil Ihres Geschäfts. Hierfür können Sie eine Vielzahl an Umfragen, Scroll Maps, Heat Maps, etc. nutzen.

Künstliche Intelligenz - KI erobert die Welt und eCommerce ist hier keine Ausnahme. Von persönlichen Assistenten über Chatbots bis hin zu individuellen Angeboten und intelligenter Analyse, die künstliche Intelligenz verändert die eCommerce Welt mit rasender Geschwindigkeit. Noch kann es sich nicht jeder Shop leisten, die KI zu nutzen, aber im Laufe der Zeit werden die Kosten für die Implementierung sinken und künstliche Intelligenz wird ein neuer Standard im Online-Business werden. 

Wie Sie sehen, kann kein modernes eCommerce Unternehmen ohne die Integration der richtigen Tools überleben. Dies ist eine große Herausforderung, die bereits während der Planung aber auch nach der Inbetriebnahme des Shops stets bestehen bleibt. Benötigen Sie Hilfe oder möchten Sie sich beraten lassen, dann setzen Sie sich gerne unverbindlich mit unserer Agentur in Verbindung. Wir helfen Ihnen gerne weiter.

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