So gewinnen Sie mit progressiven Web-Applikationen das Rennen im E-Commerce

Web-Apps werden immer wichtiger. Wenn Sie sich als Betreiber eines erfolgreichen Online-Shops Gedanken um die Erweiterung Ihres Angebots machen und neue Zielgruppen erschließen möchten, spielen Web-Apps eine wichtige Rolle. Anstatt wie bisher für iOS und Android native Apps entwickeln zu lassen, können moderne und progressive Web-Apps für Sie die optimale Lösung darstellen. Denn die neue Generation an Web-Apps (sogenannte Progressive Web-Apps) bietet eine enorme Bandbreite an Features bei gleichzeitig niedrigen Entwicklungskosten.

 

Wichtige Features der Progressive Web-Apps im Überblick

Auch wenn Google bereits beim ersten Aufkommen mobiler Apps im Jahre 2008 gehofft hat, dieses Phänomen würde schnell der Vergangenheit angehören, so hat sich der Markt doch deutlich entwickelt. Schließlich werden Apps programmiert, um exakt eine Funktion bestmöglich zu erfüllen und grenzen sich somit wohltuend von den unendlich scheinenden Möglichkeiten im Word Wide Web ab. 

Allerdings gibt es auch einige Veränderungen bei den Apps selber. Die Entwicklung nativer Apps für die unterschiedlichen Betriebssysteme ist mit einem enormen Aufwand verbunden. Schließlich müssen die Apps nicht nur auf den unterschiedlichen Versionen der Betriebssysteme funktionieren und arbeiten, sondern auch auf den unterschiedlichsten Endgeräten. Während also die App-Entwicklung in einem abgeschotteten Bereich vonstatten geht, haben sich moderne mobile Browser enorm weiterentwickelt und neue Funktionen ausgeprägt. Seit dem Jahr 2015 haben sich vor allem progressive Web-Anwendungen auf dem Markt einen Namen gemacht und durch ihre vielen Features und ihre intuitive Nutzung überzeugt. Solche Web-Apps sind sowohl bei Entwicklern als auch bei Endnutzern aufgrund ihrer vielen Features und ihrer einfachen Programmierung und Nutzung enorm beliebt. Es sind keine Downloads notwendig, der Nutzer muss sie also nicht erst im Google Play Store dem App Store von Apple suchen, sondern kann die Web-Apps direkt nutzen. Dabei bieten die progressiven Web-Apps das gleiche Gefühl und die gleiche Usability wie die bisherigen Native Apps. Dank der HTML5-Spezifikationen bieten einige der Web-Apps sogar eine Offline-Funktionalität und stehen somit den nativen Web-Apps in nichts nach.

 

Warum Kunden das mobile Online-Shopping lieben

Als Online-Händler mit einer traditionell gewachsenen Kundschaft möchten Sie diese Kunden so gut wie nur möglich erreichen. Je weniger Barrieren zwischen Ihrem Shop und den Kunden vorhanden sind, umso größere Erfolge lassen sich erzielen. Also müssen Sie auf die mobilen Endgeräte der Kunden kommen, um dort möglichst effektiv und einfach von den Kunden erreicht zu werden. Progressive Apps sind hierzu das einfachste Mittel, da sie sich unabhängig von dem verwendeten Shop-System - beispielsweise Magento, Shopware, OroCommerce oder Hybris - schnell realisieren lassen.

Mobile Apps sind bei den Verbrauchern und Kunden enorm beliebt. Doch nicht nur bei diesen. Denn auch die Händler profitieren enorm vom Vorhandensein einer App auf dem Mobilgerät der Kunden. Apps können unbegrenzt und zeitlich aktuelle Push-Nachrichten verschicken und somit die Aufmerksamkeit des Kunden fesseln. Ob für die Ankündigung von Rabatten, für Verkaufsbenachrichtungen, neue Sonderaktionen oder auch für Projekt- und Produktankündigungen: Alle relevanten Neuigkeiten erreichen die Zielgruppe schnell und ohne Hindernis. Betrachtet man die Click-Through-Rate einer solchen Ankündigung, so verdreifacht diese sich bei einer Nachricht über eine progressive mobile App im Gegenzug zum Versand eines Links mit einer Mail oder einem Newsletter. Ein solches Branding-Tool ist für Verkäufer von unschätzbarem Wert, vor allem, da ein großer Teil der Nachrichten aus einer App von den Kunden nicht als Werbung wahrgenommen werden.

Wie verschiedene Studien zeigen, stehen Apps jedoch vor ganz eigenen Herausforderungen, die es zu meistern gilt. Vor allem bei Native Apps sind diese Hürden in vielen Fällen enorm. Hierzu sollten Sie die einzelnen Schritte betrachten, welche ein User durchlaufen muss, ehe aus dem ersten Interaktions-Impuls eine Konversion entstehen kann:

 

  • Die App muss im App Store gefunden werden
  • Die App muss heruntergeladen werden
  • Es muss gegebenenfalls ein Konto erstellt werden
  • Die Berechtigungen der App müssen zugeteilt werden.

 

Aktuellen Schätzungen und Messungen zufolge verlieren Sie mit jedem Schritt nach dem ersten Kontakt mit der App annähernd 20 Prozent der möglichen Nutzer. Betrachtet man die oben genannten Schritte, so bleibt nur ein winziger Prozentsatz an Nutzern zurück, welche eine heruntergeladene Native App überhaupt verwenden.

Aus diesem Grund haben sich Online-Händler bis vor kurzem zumeist auf den Bereich des E-Mail-Marketings verlassen und die Kunden per Newsletter zu erreichen versucht. Allerdings birgt das E-Mail-Marketing auch eigene Gefahren. Zum einen können sich Kunden zu schnell und einfach vom Newsletter abmelden und sind somit nicht mehr für das Unternehmen erreichbar. Zum anderen können die Nachrichten des Unternehmens im Spam-Filter des E-Mail-Clients hängen bleiben und somit ebenfalls die Kunden nicht erreichen. Progressive Web-Apps hingegen umgehen das Problem, da diese mittlerweile ebenfalls dazu in der Lage sind Push-Benachrichtigungen zu versenden und somit den Kunden direkt zu erreichen. Daher bieten progressive Web-Apps eine Performance und CTR, welche denen von native Apps gleich kommt, ohne jedoch das große Problem des Kundenverlustes auf dem Weg zur initialen Nutzung zu teilen. Denn progressive Web-Apps verringern die Zahl der Schritte für den Kunden und können somit die Conversion-Rate nachhaltig verbessern. Zusätzlich lassen sich progressive Web-Apps ohne großen und umfangreichen Entwicklungsaufwand realisieren und weisen verglichen mit Native Apps eine weitaus geringere Zahl an möglichen Komplikationen bei der Pflege und Wartung auf.

 

Progressive Web-Apps und das E-Commerce: Der Beginn einer Erfolgsgeschichte

Web-Apps sind einfach zu implementieren und zu pflegen, da sie nicht unter den unterschiedlichen Standards der verschiedenen Betriebssysteme leiden. Somit kann das E-Commerce enorm stark von ihnen profitieren und sich vor allem aufgrund der sehr guten Conversion-Leistung auf diese Apps verlassen. So ist es kein Wunder, dass immer mehr Online-Shops diese Möglichkeiten nutzen und ihren Kunden progressive Web-Apps zur Nutzung anbieten.

Wenn Sie sich bereits mit der Entwicklung nativer Apps vertraut gemacht haben und deren Probleme kennen, dann werden Sie die Vorzüge der progressiven Web-Apps noch viel stärker zu schätzen wissen. Eine progressive Web-Apps lassen sich schneller und mit weniger Aufwand veröffentlichen und verändern und bietet vor allem den sehr großen Komfort, nicht auf die Rückwärtskompatibilität mit veralteten Betriebssystemen angewiesen zu sein. Nutzer aller mobilen Endgeräte können so Ihre App problemlos nutzen. Somit bieten progressive Web-Apps deutliche Vorteile, sowohl in Bezug auf die initialen Kosten als auch im Bereich der Flexibilität.

 

Sind progressive Web-Apps somit das Ende der nativen Apps?

Grundsätzlich ist diese Frage schwierig zu beantworten. Dies liegt vor allem an dem Funktionsumfang der Apps und an der gewünschten Leistung. So sind progressive Web-Apps den nativen Apps in vielen Punkten mindestens ebenbürtig, wenn nicht sogar deutlich überlegen. Das größte Problem stellt jedoch die Offline-Nutzung dar. Denn während native Apps in vielen Fällen auch offline genutzt werden können, müssen progressive Web-Apps für diese Funktionen oftmals umständlich umgerüstet werden. Vor allem die Nutzung des "Zurück-Buttons" ist bei der Offline-Nutzung nicht möglich. Gerne erläutern wir Ihnen die verschiedenen Einsatzgebiete und zeigen Ihnen, in welchem Maße Sie Ihren Nutzern auch im Offline-Modus ein umfassendes Shopping-Vergnügen bieten können. Denn mit einer aktualisierten Caching-Struktur lassen sich viele Funktionen einer Progressive Web-App auch ohne Verbindung zum Internet problemlos nutzen.

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